@bloggdeinbuch DER SCHULDIGE liest sich zäh wie Kaugummi und ist wenig spannend

März 21, 2013 at 12:57 3 Kommentare

633f0c11ba0f4a319e68000c79a85820.front_coverHallo Ihr Lieben,

das heutige Buch habe ich wieder einmal durch eine Aktion bei www.bloggdeinbuch.de erstanden. Dass es sich dabei um eine gebundene Ausgabe des Titels durch Der Club (http://www.derclub.de/) handelte störte mich auch nicht. Schließlich musste ich ja kein Mitglied werden um es zu rezensieren. Ich hatte mich eigentlich auch schon riesig auf Der Schuldige von Lisa Ballantyne gefreut, schließlich war die Kurzinhaltsangabe sehr viel versprechend und auch der Beginn des Buches war nicht schlecht aber danach ging es einfach nur bergab und meine Erwartungen erfüllten sich in keinster Weise…

Oft lese ich was andere über das Buch denken, wie zum Beispiel auf der eigenen Produktseite von Der Club (http://www.derclub.de/de/product/-/der-schuldige/1/2632061?WAN=10022&WBT=41543&WMID=W000000670) um mir ein Bild davon zu machen wie das Buch auf andere gewirkt hat. Aber schon die ersten Paar Einträge haben mich einfach nur den Kopf schütteln lassen. „Sehr berührend und tiefgründig“ heißt es da oder „der Schein trügt“ oder noch viel schlimmer „ ‚Der Schuldige’ ist ein sehr komplex angelegter, gefühlvoller Roman, der durchaus auch als Justiz-Krimi bezeichnet werden kann und mit einer warmherzig erzählten Geschichte und hervorragend herausgearbeiteten Charakteren absolut überzeugt.Im Ernst wollen die nur dem Verlag schöne Augen machen oder haben diese Menschen wirklich noch nichts Besseres gelesen? Das soll jetzt nicht böse gemeint sein, mein Gott nein, aber berührend und tiefgründig ist Der Schuldige schon einmal nicht. Hervorragend ausgearbeitete Charaktere habe ich da auch nicht gefunden und einen Justiz-Krimi erkenne ich auch nur, wenn ich mir ganz viel Mühe gebe.

Im Grunde werden nur zwei Geschichten parallel erzählt die des kleinen Sebastian der wegen Mordes an einem Nachbarsjungen angeklagt wird und die seines Anwalts Daniel, der sich durch ihn an seine Kindheit zurück erinnert. Das Sebastian von Anfang an durchschaubar ist und wirklich jeder erkennt das er ein kleiner Psychopath ist der zu Recht verdächtigt wird scheint wohl außer mir niemanden zu stören. Auch Daniels Geschichte ist anfangs vielversprechen, leider zieht sie sich unendlich in die Länge und führt zu nichts. Ja der arme Kerl hatte eine schlimme Kindheit, buhuhuhu, viele andere haben das auch und haben weit schlimmeres erlebt als Daniel.

Ich will Euch das Buch eigentlich nicht abspenstig machen aber, wenn Ihr etwas „berührendes und tiefgründiges“ sucht dann seid ihr bei Der Schuldige an der falschen Stelle. Es ist ganz nett, ein kurzweiliger Zeitvertreib, wenn gerade kein anderes Buch zur Hand ist aber mehr auch nicht. Schade, die Idee des Plots hatte potential!

Eure Buchwärterin.

                                                                                                                                                 

Fakten

Autorin:          Lisa Ballantyne
Verlag:           Der Club
Sprache:       Deutsch
ISBN-13:        ———–

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What time is it? It’s book time! #bookaholic Käsesuppe #yummi #kochen

3 Kommentare Add your own

  • 1. bellesleseinsel  |  April 15, 2013 um 11:25

    Hallo Buchwärterin,

    ich habe eben Deine Rezi gelesen und nein, weder will ich dem Verlag schöne Augen machen und viel Lesen tue ich durchaus. Bin also durchaus in der Lage, Vergleiche anzustellen. Und mir hat nunmal das Buch ausnehmend gut gefallen, wie übrigens einigen anderen auch. Als schreibe ich dies auch.

    Ich bin der Meinung, dass Bücher Geschmacksache sind und jeder auch ehrlich dazu seine Meinung äußern soll. Was ich nicht so toll finde, wenn die Meinung anderer nicht akzeptiert wird und oder wenn gar solche Unterstellungen gemacht werden. Das hat nun wirklich kein Blogger nötig.

    LG Isabel

    Antwort
    • 2. buchwaerterin  |  April 15, 2013 um 17:54

      Hallo Isabel,

      da ich leider erst am Abend nach Hause komme konnte ich Dein Kommentar leider nicht früher „freigeben“, administrative Sachen mache ich nämlich lieber in Ruhe zu Hause. Daher überspringe ich Deinen zweiten Kommentar auch erst einmal und stelle mich, wie Du es nennst, Deiner Kritik. Ich hatte absichtlich keine Namen in meiner Rezension genannt, denn wie du es so schön sagst sind Bücher Geschmackssache. Doch manchmal hat man einfach das Gefühl, dass da etwas nicht ganz stimmen kann, wenn man eine andere Rezension liest. Denn sowohl mir als auch einigen Freundinnen hat das Buch leider gar nicht gefallen. Daher kam mir der Gedanke, dass manch einer vielleicht nur eine positive Bewertung abgibt um den Verlag einen Gefallen zu tun, denn schließlich hat man das Rezensionsexemplar vielleicht sogar kostenfrei von ihm erhalten.

      Ich überlege mir lange was und vor allem wie ich es schreibe und gebe mein Urteil nicht leichtfertig ab. In den Rezensionen gebe ich nur meine persönliche Meinung wieder oder wie in diesem Fall eine Vermutung. Ich denke, dass sich jeder Bloggleser selbst ein Bild machen kann und jedem meiner Leser in der Lage ist selbstständig zu reflektieren was er gerade gelesen hat.

      Ich hoffe Du verstehst nun, dass meine Kritik niemals gegen Dich gerichtet war.

      Liebe Grüße, Buchwärterin.

      Antwort
  • 3. Isabel  |  April 15, 2013 um 18:28

    Hallo Buchwärterin,

    sry,vergiss meinen 2. Kommentar. Da ich ihn heute Morgen noch gesehen habe und eben nicht mehr, lag halt der Verdacht nahe. Also entschuldige bitte.

    Ja, Bücher sind wirklich Geschmacksache, zum Glück und manchen gefällt eines richtig gut, während es andere gähnend langweilig finden. Ist auch richtig so und Deine Meinung zu dem Buch akzeptiere ich auch voll und ganz. Mir geht es auch manchmal so wie Dir, wo ich mich frage, haben die Rezensenten da ein anderes Buch gelesen, ich fand es grauselig.

    Ich habe auch nichts dagegen, dass Du mein Fazit verwendet hast. Einzig was mich stört ist die „Unterstellung“, dass man das Buch nur super bewertet, um dem Verlag zu gefallen. Das ist absoluter Blödsinn, gerade renommierte Verlage sind froh über ehrliche Meinungen, auch wenn es „nur“ eine 2 oder 3 Sterne Bewertung ist, die Erfahrung habe ich zumindest in den letzten Jahren gemacht.

    Bei mir bekommen Rezi-Exemplare auch mal 2 Sterne (wie erst vor kurzem wieder bei Bdb und ich habe immer noch einen sehr guten Kontakt zu dem Verlag), wenn ich sie nicht gut finde, es entsprechend begründe und bisher hat sich noch nie ein Verlag daran gestört. Und wenn sich daran doch mal ein Verlag stören sollte, dann ist es halt so, aber das ist nicht mein Problem. Denn wenn ich auf meinem Blog nur geschönte Rezis schreiben würde, nur weil es eine Leseexemplar ist und ich es mir mit dem Verlag nicht verscherzen möchte, würde ich ja irgendwann meine Glaubwürdigkeit verlieren.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir noch einen schönen Abend,
    LG Isabel

    Antwort

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